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Geschäftskonten für Gründer 2026 im Vergleich

Qonto, N26 Business, Holvi, Kontist, Finom, wo unterscheiden sich die Konten? Eine Übersicht der Konditionen, Zielgruppen und Pflicht-Features.

Mike MildenbergerMike Mildenberger
Recherchiert & geprüft26. April 20267 Min.

Das Wichtigste in Kürze

  • Für UG und GmbH ist ein Geschäftskonto Pflicht, für Einzelunternehmer nicht, aber dringend empfohlen.
  • Fintechs wie Qonto, Holvi oder Finom verzichten meist auf die SCHUFA-Prüfung und sind in Minuten eröffnet.
  • Wichtiger als der Monatspreis ist oft die Schnittstelle zur Buchhaltung (Lexware, DATEV, sevDesk).
  • Privatkonten verbieten geschäftliche Nutzung meist per AGB, ein eigenes Konto wird so faktisch nötig.
  • Vor der Eröffnung brauchst du in der Regel einen Gewerbeschein.

Wer ein Gewerbe anmeldet oder als Selbstständiger startet, steht früher oder später vor der Frage: Welches Geschäftskonto passt? Für Einzelunternehmer ist es rechtlich nicht zwingend, für UG und GmbH dagegen Pflicht. Aber selbst ohne Pflicht lohnt sich die saubere Trennung von privatem und geschäftlichem Geldverkehr, spätestens bei der Steuererklärung.

Die folgende Übersicht stellt fünf gängige Anbieter gegenüber. Stand: April 2026, alle Angaben ohne Gewähr, die Konditionen ändern sich regelmäßig.

Vergleichstabelle: Konditionen im Überblick

Konditionen können sich ändern. Stand: April 2026. Der Qonto-Link ist ein Affiliate-Link.
AnbieterMonatlichSCHUFA-PrüfungZielgruppe
Qontoab 9 €NeinFreelancer, Selbstständige, kleine GmbHs
N26 Business0 € (Standard)JaFreelancer (privat-nah)
Holviab 9 €NeinFreelancer, kleine Teams
Kontistab 9 €NeinFreelancer mit Steuerservice
Finomab 0 € (begrenzt)NeinFreelancer, EU-weit
Worauf es wirklich ankommt
Der Monatspreis ist selten der Knackpunkt. Entscheidend ist, ob das Konto sauber mit deiner Buchhaltung spricht und ob du die SCHUFA-Hürde umgehen musst.

Worauf bei der Auswahl geschaut wird

Welches Konto sinnvoll ist, hängt von Rechtsform, Transaktionsvolumen und davon ab, ob ein Steuer- oder Buchhaltungsservice mitkommen soll. Häufig genannte Kriterien:

  • SCHUFA-Auskunft: Klassische Banken prüfen die SCHUFA. Fintechs wie Qonto verzichten oft darauf.
  • Buchhaltungs-Anbindung: Schnittstellen zu Lexware, DATEV, sevDesk und Co. sparen Zeit.
  • Karten: Anzahl der Mastercard/Visa-Karten, virtuelle Karten, Limits.
  • Mehrere Nutzer:innen: Wichtig, sobald Steuerberater oder Mitarbeiter zugreifen sollen.
  • Cash-Einzahlungen: Filialbanken erlauben das, Fintechs in der Regel nur eingeschränkt.
In der Praxis wechselt fast niemand wegen drei Euro im Monat. Man wechselt, weil der Export in die Buchhaltung nervt.

Welcher Anbieter passt zu wem

Wer als Solo-Selbstständige:r ohne SCHUFA-Hürde starten will, landet meist bei Fintechs mit eigener Banklizenz wie Qonto, Holvi oder Finom. Wer Filialnähe braucht, etwa für Bargeld-Einzahlungen oder klassische Beratung, ist bei Sparkasse oder Volksbank besser aufgehoben, zahlt aber meist mehr.

N26 Business ist eher ein Privatkonto für Freelancer mit niedrigem Volumen, ohne klassische Buchhaltungs-Anbindung. Kontist liefert einen Steuerservice mit, der für reine Solo-Selbstständige attraktiv sein kann, aber eigene Kosten hat.

Praktisch wichtiger als der Anbietervergleich ist oft die Schnittstelle zur Buchhaltungs-Software. Lexware, sevDesk und DATEV werden von den meisten Geschäftskonten unterstützt, die Tiefe der Integration unterscheidet sich aber.

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Wann ein Geschäftskonto Pflicht ist

Bei Kapitalgesellschaften (UG, GmbH) ist ein separates Geschäftskonto rechtlich erforderlich, schon wegen der Stammkapital-Einzahlung beim Notar. Für Einzelunternehmer und GbRs ist es nicht vorgeschrieben. Privatkonten der meisten Banken verbieten allerdings über die AGB die geschäftliche Nutzung, wodurch ein dediziertes Konto faktisch nötig wird.

Was vor der Konto-Eröffnung kommt

Egal welches Konto: ein Gewerbeschein wird in der Regel verlangt. Wer noch keinen hat, beginnt mit der Gewerbeanmeldung beim örtlichen Gewerbeamt.


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Mike Mildenberger, Gründer von gewerbly.de

Recherchiert und geprüft von Mike Mildenberger

Gründer von gewerbly.de. Die Gewerbeamt-Daten auf dieser Seite werden manuell aus offiziellen Stadtquellen recherchiert, zuletzt geprüft im April 2026. Keine Rechts- oder Steuerberatung.

Hinweis: Dieser Inhalt dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Rechts-, Steuer- oder Behördenberatung im Einzelfall. Für verbindliche Auskünfte wende dich bitte an dein zuständiges Gewerbeamt, einen Steuerberater oder Rechtsanwalt. Stand der Angaben siehe jeweilige Seite.

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