Komplett-Guide 2026

Gewerbeanmeldung
Schritt für Schritt.

Alles was du für die Gewerbeanmeldung brauchst: Kosten, Formulare, Unterlagen und Gewerbeamt-Daten für 50+ Städte. Aktuell geprüft.

50 StädteStand: März 2026Kostenlos

Grundlagen

Was ist eine Gewerbeanmeldung?

Die Gewerbeanmeldung ist der offizielle erste Schritt in die Selbstständigkeit. Du meldest damit deine gewerbliche Tätigkeit bei der zuständigen Behörde an. Pflicht ist sie für jeden, der eine selbstständige, regelmäßige und auf Gewinn ausgerichtete Tätigkeit aufnimmt.

Die Anmeldung erfolgt beim Gewerbeamt deiner Stadt oder Gemeinde. In Deutschland gibt es keine zentrale Stelle. Jede Kommune regelt die Anmeldung eigenständig, weshalb sich Gebühren, Bearbeitungszeiten und Prozesse je nach Stadt unterscheiden.

Rechtsgrundlage ist die Gewerbeordnung (GewO) § 14. Danach ist jede Aufnahme eines Gewerbes unverzüglich der zuständigen Behörde anzuzeigen. Verstöße können mit einem Bußgeld von bis zu 1.000 EUR geahndet werden.

Wer muss ein Gewerbe anmelden?

  • EinzelunternehmerHandel, Handwerk, Dienstleistungen
  • GbR-GesellschafterJeder Gesellschafter einzeln
  • GmbH / UGZusätzlich zur Handelsregistereintragung
  • NebengewerbeAuch neben Anstellung oder Studium
  • E-CommerceOnline-Shops, Amazon FBA, Dropshipping

Wer ist ausgenommen?

Freiberufler nach § 18 EStG: Ärzte, Anwälte, Architekten, Ingenieure, Journalisten, Steuerberater, Künstler. Sie melden sich direkt beim Finanzamt an.

Kostenlos · ca. 3 Min

Gewerbeanmeldung, kostenlos ausgefüllt.

Du beantwortest ein paar Fragen, wir füllen das offizielle Formular für dich aus und schicken es dir als PDF per E-Mail.

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Drei Minuten. Reine Schreibarbeit.

Kostenvergleich

Was kostet die Gewerbeanmeldung?

Die Gebühren variieren je nach Stadt zwischen 15 und 65 EUR. Hier die 12 einwohnerstärksten Städte im Vergleich.

StadtGebühr
BerlinBerlin26 EUR
HamburgHamburg20 EUR
MünchenBayern47 EUR
KölnNordrhein-Westfalen26 EUR
Frankfurt am MainHessen26 EUR
StuttgartBaden-Württemberg26 EUR
DüsseldorfNordrhein-Westfalen26 EUR
LeipzigSachsen20 EUR
DortmundNordrhein-Westfalen26 EUR
EssenNordrhein-Westfalen26 EUR
BremenBremen15 EUR
DresdenSachsen22 EUR

Stand: März 2026. Angaben ohne Gewähr. Klick auf die Stadt für aktuelle Details.

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Ablauf

Gewerbeanmeldung in 5 Schritten

Der Prozess ist überall in Deutschland gleich. Nur Gebühren und Verfügbarkeit der Online-Anmeldung unterscheiden sich.

01

Formular GewA1 besorgen

Das Formular GewA1 ist bundesweit einheitlich. Du bekommst es beim Gewerbeamt, online zum Download oder füllst es bei der Online-Anmeldung digital aus.

02

Termin beim Gewerbeamt

Buche einen Termin beim zuständigen Gewerbeamt deiner Stadt. In Städten mit Online-Anmeldung kannst du diesen Schritt komplett digital erledigen.

03

Anmeldung durchführen

Erscheine mit Personalausweis, ausgefülltem Formular und der Gebühr (15-65 EUR). Die Anmeldung dauert ca. 15-20 Minuten.

04

Gewerbeschein erhalten

Du erhältst deinen Gewerbeschein meist sofort oder innerhalb weniger Tage per Post. Ab jetzt bist du offiziell Gewerbetreibender.

05

Finanzamt meldet sich

Innerhalb von 2-4 Wochen kommt der Fragebogen zur steuerlichen Erfassung. IHK, Berufsgenossenschaft und ggf. Handwerkskammer werden automatisch informiert.

Checkliste

Was du zur Gewerbeanmeldung mitbringen musst

Pflicht-Unterlagen

  • Gültiger Personalausweis oder Reisepass
  • Ausgefülltes Formular GewA1
  • Anmeldegebühr (15-65 EUR, je nach Stadt)

Je nach Situation

  • Aufenthaltstitel mit Arbeitserlaubnis (nicht-EU-Bürger)
  • Handwerkskarte (zulassungspflichtiges Handwerk)
  • Erlaubnis/Konzession (Gastronomie, Makler, Bewachung)
  • Zustimmung des Arbeitgebers (bei Nebentätigkeit, falls im Vertrag geregelt)
  • Gesellschaftsvertrag (bei GbR, GmbH, UG)

Empfohlen ab Tag 1

  • Separates Geschäftskonto eröffnen
  • Buchhaltungssoftware einrichten (z.B. Lexware Office)
  • Rechnungsvorlage mit Pflichtangaben erstellen
  • Gewerbehaftpflichtversicherung prüfen

Nach Bundesland

Unterschiede zwischen den Bundesländern

Die Gewerbeordnung ist ein Bundesgesetz, aber die Umsetzung liegt bei den Kommunen. Gebühren, Bearbeitungszeiten und digitale Angebote unterscheiden sich erheblich.

Nordrhein-Westfalen

18 Mio.

Größtes Bundesland. Viele Städte bieten Online-Anmeldung. Gebühren meist 20-33 EUR.

18 Städte bei gewerbly

Bayern

13 Mio.

Höhere Gebühren (bis 65 EUR). München mit 47 EUR deutlich über dem Durchschnitt. Online-Anmeldung ausbaufähig.

3 Städte bei gewerbly

Baden-Württemberg

11 Mio.

Gebühren je nach Gemeindegröße. Stuttgart, Mannheim und Karlsruhe bieten digitale Anmeldung.

5 Städte bei gewerbly

Niedersachsen

8 Mio.

Moderate Gebühren (15-30 EUR). Hannover und Braunschweig mit Online-Option.

4 Städte bei gewerbly

Hessen

6 Mio.

Frankfurt als Finanzstandort mit guter digitaler Infrastruktur. Gebühren um 26 EUR.

4 Städte bei gewerbly

Berlin

3,7 Mio.

Stadtstaat mit 12 Bezirksämtern. Online-Anmeldung verfügbar. 26 EUR Gebühr. Bearbeitungszeit ca. 3 Werktage.

1 Stadt bei gewerbly

Was viele zu spät merken

Sieben Stolperfallen rund um die Gewerbeanmeldung, die in keiner Behörden-Broschüre stehen

Die offiziellen Infos sagen dir wasdu tun sollst. Was sie dir nicht sagen: an welchen Stellen Gründer:innen später Geld liegen lassen, sich selbst Mehrarbeit machen oder eine Frist verpassen, die niemand zweimal kommuniziert. Stand der Dinge im Frühjahr 2026, kein Anspruch auf Vollständigkeit, keine Beratung im Sinne des Rechtsdienst­leistungs­gesetzes.

Anmeldegebühr privat gezahlt

Die 20 bis 47 €, die das Gewerbeamt kassiert, sind eine Betriebsausgabe. Aber nur sauber absetzbar, wenn sie vom Geschäftskonto kommen. Wer privat zahlt, braucht später einen Eigenbeleg plus Erstattungs-Buchung. Das Finanzamt akzeptiert das, aber es ist Reibung. Saubere Reihenfolge: Geschäftskonto eröffnen, Gebühr von dort überweisen, Quittung archivieren.

Tätigkeitsbeschreibung zu eng

Wer im Formular nur „Webdesign” einträgt, darf später keine SEO-Beratung in Rechnung stellen, ohne nachzumelden. Jede Erweiterung kostet eine Ummeldung (~20 €) und neue Mitteilung an Finanzamt und IHK. Schlauer: Tätigkeitsbeschreibung eine Schicht breiter wählen, etwa „Online-Marketing-Dienstleistungen einschließlich Webdesign, SEO und Beratung”.

Auf den Finanzamt-Fragebogen warten

Nach der Anmeldung schickt dir das Finanzamt automatisch den Fragebogen zur steuerlichen Erfassung. Das kann zwei bis acht Wochen dauern. In der Zeit bist du formal steuerpflichtig, hast aber noch keine Steuernummer. Wer auf den Fragebogen wartet, statt aktiv über ELSTER einzureichen, verschiebt unnötig. Ohne Steuernummer keine ordentliche Rechnung.

Buchhaltung erst „wenn das Geld läuft”

Klassischer Fehler: erste Rechnung in Word geschrieben, Beleg in einen Schuhkarton, Kontoauszüge sammeln sich. Sechs Monate später beginnt der Steuerberater bei null und schickt eine vierstellige Rechnung. Die GoBD greift ab dem ersten Beleg, nicht ab Rechnungsvolumen. Excel erfüllt die Anforderungen formal nicht.

Tools wie Lexware Office sind ab Tag 1 GoBD-konform und exportieren am Jahresende sauber für DATEV. Werbung.

Krankenversicherung erst nach drei Monaten klären

Wer hauptberuflich selbstständig wird, fällt aus der Pflichtversicherung über den alten Arbeitgeber. Drei Monate hast du, um zwischen freiwilliger gesetzlicher Versicherung und PKV zu wählen. Verpasst du die Frist, greift in vielen Fällen automatisch der GKV-Höchstbeitrag von rund 950 € im Monat. Spätere Wechsel von PKV zurück in die GKV ab Alter 55 sind praktisch ausgeschlossen.

Wer einen anonymen Überblick will, ohne Telefonberater: bei Tarifcheck PKV Berufsstand und Geburtsdatum eingeben, Tarife kommen in zwei Minuten. Werbung.

Erste Forderung, kein Schutz

Ein Mahnverfahren mit Anwalt kostet 600 bis 1.500 €. Wenn der Kunde widerspricht und es vor Gericht geht, sind 3.000 € schnell durch. Wer einen Auftrag über 4.000 € zurückbleibt und ohne Rechtsschutz kämpft, hat am Ende minus gemacht, obwohl er Recht hatte. Auch IHK-Streit, Vertragskonflikte mit Kunden und Mietsachen am Bürostandort gehören dazu.

Berufsrechtsschutz für Selbstständige liegt bei rund 25 bis 40 € im Monat, hier ein anonymer Vergleich. Werbung.

„Ich klär das später”: das GewA1 selbst falsch ausfüllen

Die häufigsten Fehler im Formular: falsches Kreuz beim Nebenerwerb, Tätigkeitsbeschreibung in Stichworten statt in vollständigen Sätzen, fehlende Adresse der Betriebs­stätte bei Tätigkeit von zu Hause aus, Geburtsname nicht eingetragen wenn anders als der aktuelle Name. Jede dieser Stellen führt zu Rückfragen und Verzögerung. Im Schnitt dauert eine Anmeldung mit Fehlern fünf bis zehn Tage länger als ohne.

Wer die Schreibarbeit nicht selbst machen will: wir füllen das offizielle GewA1 für dich aus, kostenlos, und schicken dir das fertige PDF per E-Mail. Drei Minuten, keine Kosten, keine Beratung im Sinne des Rechtsdienst­leistungs­gesetzes.

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Häufige Fragen

FAQ zur Gewerbeanmeldung

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Hinweis: Dieser Inhalt dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Rechts-, Steuer- oder Behördenberatung im Einzelfall. Für verbindliche Auskünfte wende dich bitte an dein zuständiges Gewerbeamt, einen Steuerberater oder Rechtsanwalt. Stand der Angaben siehe jeweilige Seite.