Geschäftskonten für Gründer 2026 im Vergleich
Qonto, N26 Business, Holvi, Kontist, Finom, wo unterscheiden sich die Konten? Eine Übersicht der Konditionen, Zielgruppen und Pflicht-Features.
Wer ein Gewerbe anmeldet oder als Selbstständiger startet, steht früher oder später vor der Frage: Welches Geschäftskonto passt? Für Einzelunternehmer ist es rechtlich nicht zwingend, für UG/GmbH dagegen Pflicht. Aber selbst ohne Pflicht lohnt sich die saubere Trennung von privatem und geschäftlichem Geldverkehr, spätestens bei der Steuererklärung.
Die folgende Übersicht stellt fünf gängige Anbieter gegenüber. Stand: April 2026, alle Angaben ohne Gewähr. Die Konditionen ändern sich regelmäßig.
Vergleichstabelle: Konditionen im Überblick
| Anbieter | Monatlich | SCHUFA-Prüfung | Zielgruppe |
|---|---|---|---|
| Qonto | ab 9 € | Nein | Freelancer, Selbstständige, Kleine GmbHs |
| N26 Business | 0 € (Standard) | Ja | Freelancer (privat-nah) |
| Holvi | ab 9 € | Nein | Freelancer, kleine Teams |
| Kontist | ab 9 € | Nein | Freelancer mit Steuerservice |
| Finom | ab 0 € (begrenzt) | Nein | Freelancer, EU-weit |
Worauf bei der Auswahl geschaut wird
Welches Konto sinnvoll ist, hängt von der Rechtsform, dem Transaktionsvolumen und davon ab, ob ein Steuer- oder Buchhaltungsservice mitkommen soll. Häufig genannte Kriterien:
- SCHUFA-Auskunft: Klassische Banken prüfen die SCHUFA. Fintechs wie Qonto verzichten oft darauf.
- Buchhaltungs-Anbindung: Schnittstellen zu Lexware, DATEV, sevDesk und Co. sparen Zeit.
- Karten: Anzahl der Mastercard/Visa-Karten, virtuelle Karten, Limits.
- Mehrere Nutzer:innen: Wichtig, sobald Steuerberater oder Mitarbeiter zugreifen sollen.
- Cash-Einzahlungen: Filialbanken erlauben das, Fintechs in der Regel nur eingeschränkt.
Qonto im Detail
Qonto ist ein französisches Fintech-Unternehmen mit eigener Banklizenz, das sich auf Selbstständige und kleine Unternehmen fokussiert. Der Onboarding-Prozess läuft komplett digital und ohne SCHUFA-Auskunft. Das Konto ist 30 Tage kostenfrei testbar.
Wann ein Geschäftskonto Pflicht ist
Bei Kapitalgesellschaften (UG, GmbH) ist ein separates Geschäftskonto rechtlich erforderlich, schon wegen der Stammkapital-Einzahlung beim Notar. Für Einzelunternehmer und GbRs ist es nicht vorgeschrieben. Privatkonten der meisten Banken verbieten allerdings über die AGB die geschäftliche Nutzung, wodurch ein dediziertes Konto faktisch nötig wird.
Was vor der Konto-Eröffnung kommt
Egal welches Konto: ein Gewerbeschein wird in der Regel verlangt. Wer noch keinen hat, beginnt mit der Gewerbeanmeldung beim örtlichen Gewerbeamt.
Gewerbeanmeldung kostenlos ausfüllen lassen.
Drei Minuten, dann hast du das ausgefüllte Formular im Postfach. 100% kostenlos.
FAQ
Brauche ich als Freelancer ein Geschäftskonto?
Nicht zwingend. Freie Berufe und Einzelunternehmer dürfen private Konten nutzen, wenn die jeweilige Bank das erlaubt, was sie meist nicht tut. Ein dediziertes Konto erleichtert zudem die Buchhaltung.
Kann ich mehrere Geschäftskonten parallel führen?
Ja. Ein Konto für Tagesgeschäft, ein zweites für Rücklagen und Steuerzahlungen ist verbreitet.
Was passiert mit dem Konto, wenn ich das Gewerbe abmelde?
Du kündigst das Konto wie ein Privatkonto. Die Bank schickt gegebenenfalls einen Schlussabrechnungsausdruck, wichtig für die letzte Steuererklärung.
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Hinweis: Dieser Inhalt dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Rechts-, Steuer- oder Behördenberatung im Einzelfall. Für verbindliche Auskünfte wende dich bitte an dein zuständiges Gewerbeamt, einen Steuerberater oder Rechtsanwalt. Stand der Angaben siehe jeweilige Seite.
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